Hotel Villa Rigacci Reggello

Entdeckungen in nächster Umgebung

Reggello und Kloster Vallombrosa, die Straße Setteponti

Seit der Antike war das Tal des Flusses Arno, der im Casentino entspringt und über Arezzo und Florenz nach Pisa fließt wo er in das Thyrrenische Meer mündet, ein Durchzugsgebiet. Zur Zeit der Etrusker und Römer verband hier die sogenannte Cassia vetus auf halber Höhe entlang der Abhänge des Pratomagno das Gebiet von Arezzo mit Fiesole. Heute ist das zu einem guten Teil die Provinzstraße Nr. 1, sie wird auch 'La Strada dei Sette Ponti' genannt, die 'Straße der sieben Brücken'.

Reggello: Kirchen - Olivenöl - Sieben Brücken - Masaccio

Die Ortschaft Regello liegt oberhalb des Arno-Tals am Fuß des Pratomagno-Gebirges, das sich bis auf eine Höhe von 1550 m erstreckt. Inmitten dieser waldreichen ruhigen Umgebung können Sie herrliche Wanderungen oder auch Touren mit dem Mountainbike unternehmen. Die Weinberge und Olivenhaine bestimmen das Landschaftsbild. Das Olivenöl von Regello hat einen sehr guten Ruf.
In den Hügeln und Wäldern des Pratomagno gibt es viele Wandermöglichkeiten und auf der Straße Setteponti, deren Verlauf oberhalb des Arnotales aus etruskischer Zeit stammt und Fiesole oberhalb von Florenz mit Arezzo verbindet kann man Radtouren mit schönen Ausblicken über das hügelige Tal des Arno unternehmen.

Das 'Olio extra vergine' der Region ist in folgenden Betrieben erhältlich:

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Abtei von Vallombrosa - gegründet 1038

In dem toskanisch-emilianischen Apennin, in 1000 Metern Höhe, umgeben von einem jahrhundertealten Wald, erhebt sich die 1028 von dem Heiligen Giovanni (Johannes) Gualberto erbaute Abtei. Er gründete die Congregazione Benedettina di Vallombrosa (Kongregation der Vallombrosianischen Benediktiner), die 1055 von Papst Viktor II. anerkannt wurde. Der jetzige Gebäudekomplex wurde zwischen 1450 und 1470 errichtet; 1529 wurde er durch die Armee von Karl V. schwer beschädigt und erhielt bei seiner Restaurierung im 17. Jahrhundert das Aussehen eines Schlosses. Viele Jahrtausende lang Zentrum der spirituellen Suche, wurde er im Laufe der Zeit dank der vielen Stiftungen wohlhabender Familien der Gegend zunehmend reicher. Zur Zeit Napoleons mussten die Mönche in Folge eines von der französischen Regierung verabschiedeten Beschlusses, nach dem alle religiösen Kongregationen zu unterdrücken sind, die Abtei verlassen (ihre Verwaltung wurde einem Bauern des Bauernhofs von Paternà anvertraut) und wurden gezwungen, sich weltlich zu kleiden. Das Kloster wurde 1815 wieder hergestellt und 1869, unter der Herrschaft von König Viktor Emanuel II. wurde es zum Sitz des Istituto Forestale Italiano, das mit dem seit Jahrhunderten von den Mönchen versehenen Schutz des Waldes beauftragt wurde. In der Tat ist der Heiligen Johannes Gualberto seit 1951 der Schutzpatron der Wälder und der Förster Italiens: jedes Jahr am 12. Juli wird in der Abtei die Votivlampe des Heiligen ausgestellt, in der das Öl enthalten ist, das während der Zeremonien des Kirchenjahres zu verwenden ist.
Am Ende ging das Bauwerk, nunmehr bar seiner kulturellen und künstlerischen Reichtümer, in die Hand des Staates über, der es den Mönchen zurückgab; und so begannen 1949 die Benediktiner mit umfassenden Restaurierungsarbeiten.
Im Inneren des Klosters befindet sich eine bedeutende Bibliothek, in der das Gemälde 'La donazione di Matilde di Canossa a San Bernardo degli Uberti' (Schenkung der Gräfin Matilde von Canossa an den Heiligen Bernhard degli Uberti) aufbewahrt wird, das Arsenio Mascagni 1609 schuf. Das Kloster ist auch wegen hauseigenen Erzeugung von Honig, Schokolade, pflanzlichen Produkten für die Pflege von Gesicht und Kürper und Likören, die aus vielen Kräutern hergestellt werden, bekannt. Renommiert ist der aus Wacholderbeeren erzeugte Gin Dry di Vallombrosa.

Sehenswert:

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Interessant zu wissen - Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 als erster Sohn von Vincenzo Galilei und Giulia Ammannati in Pisa geboren. 1575 schickte ihn sein Vater offenbar in die Abtei von Vallombrosa, wo die Mönche wichtige Grundlagen legten, indem sie seine Neugier für die Mathematik und die Wissenschaften weckten. Nachdem Galileo vier Jahre in der Abtei verbracht hatte, holte ihn sein Vater wieder von dort weg und schickte ihn nach Pisa, zu Galileos Cousin, wo er seine Ausbildung fortsetzen sollte und nebenbei noch zum Tuchhändler ausgebildet werden sollte. Im Spätsommer 1581 trat Galileo dann in die Universität Pisa ein. Sein Studienfach war damals auf Wunsch seines Vaters Medizin. Doch die Studien an der Universität langweilten Galileo, da seine ganze Leidenschaft der Mathematik galt. Diese lehrte ihn Ostilio Ricci, der Mathematiker des toskanischen Großherzogs. Im Sommer 1583 beendete Galileo endgültig sein Medizinstudium und 1585 verließ er dann offiziell die Universität, ohne einen Abschluss gemacht zu haben.